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Aktuelle News im Ukraine-Krieg: Erstmals soll die Unterstützung von Nordkorea an Russland untersucht worden sein. Nun will Südkorea reagieren.
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Update vom 29. Oktober, 12.30 Uhr: Die Ukraine will die Zusammenarbeit mit Südkorea aufgrund der nordkoreanischen Präsenz in Russland intensivieren. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X schrieb, wollen beide Länder künftig unter anderem Geheimdienstinformationen und Expertenwissen austauschen. „Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die Ukraine und die Republik Korea bald Delegationen austauschen, um Maßnahmen zu koordinieren“, so Selenskyj nach einem Telefonat mit Südkoreas Präsidenten Yoon Suk Yeol.
Update vom 29. Oktober, 11.35 Uhr: Russland sieht das im Oktober eröffnete Rheinmetall-Werk in der Ukraine als ein legitimes Ziel im Krieg. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte dies laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass am Dienstag (29. Oktober) gegenüber Reportern. In dem Werk wird vor allem Munition für den Abwehrkampf gegen russische Truppen hergestellt.

Wolodymyr Selenskyj hat wegen Soldaten aus Nordkorea in Russland angekündigt, die Arbeit mit Südkorea zu intensivieren. © Omar Havana/uncredited/dpa (Montage)Soldaten aus Nordkorea wohl bald auf dem Weg zur Front im Ukraine-Krieg
Update vom 29. Oktober, 10.55 Uhr: Nordkoreanische Soldaten könnten sich nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes auf dem Weg zur Front befinden. Eine Sprachbarriere unter den Soldaten sorge allerdings für Probleme. „Das russische Militär hat dem nordkoreanischen Militär etwa 100 russische Militärbegriffe beigebracht, etwa ‚Zurück zu Ihrer Position‘, ‚Feuer‘ und ‚Start‘ … aber das nordkoreanische Militär hatte Mühe (sie zu verstehen)“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den südkoreanischen Abgeordneten Lee Seong-kweun.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update vom 31. Oktober, 9.50 Uhr: Die Verluste der russischen Armee sind laut Angaben der Ukraine weiter hoch. Bei Kampfhandlungen sollen dabei etwa 1360 Soldaten aus der Armee von Wladimir Putin getötet oder verletzt worden sein. Außerdem zerstörte die Armee der Ukraine wohl einiges an Kriegsgerät. Darunter neun Panzer, 45 Artilleriesysteme und 72 Drohnen. Russland macht im Krieg keine Angaben über eigene Verluste. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Russland startet erneut massiven nächtlichen Angriff im Ukraine-Krieg
Update vom 29. Oktober, 9.30 Uhr: Russland soll die Ukraine in der Nacht auf Dienstag (29. Oktober) mit insgesamt 48 Drohnen angegriffen haben. 26 der unbemannten Geräte vom Typ Shahed und einem weiteren unbekannten Typ seien dabei von der Luftverteidigung abgeschossen worden, berichtete Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. Von der besetzten Krim-Halbinsel aus soll Russland außerdem Raketen vom Typ Iskander-M gestartet haben.
Update vom 29. Oktober, 7.18 Uhr: Ein Prunkbau in der Ukraine ist stark beschädigt worden: Bei einem neuen Luftangriff auf das Derschprom-Gebäude in Charkiw sind überdies wohl mindestens sieben Menschen verletzt worden. Das Bauwerk war eines der berühmtesten Gebäude des Konstruktivismus und unter kommunistischer Herrschaft das erste sowjetische Hochhaus. Es war Anwärter für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco.
Pentagon: 10.000 Soldaten aus Nordkorea in Russland
Update vom 29. Oktober, 5.53 Uhr: In Washington ist von etwa 10.000 nordkoreanischen Soldaten zur Unterstützung Russlands die Rede. Ein Teil von ihnen sei bereits näher an die Ukraine herangerückt, hatte die stellvertretende Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh vor Medienvertretern mitgeteilt. Sollten die Soldaten aus Nordkorea tatsächlich zum Einsatz kommen, sei dies „ein Hinweis darauf, dass Putin möglicherweise in größeren Schwierigkeiten steckt, als den Menschen bewusst ist“, sagte Singh. Der Einsatz der Nordkoreaner im russischen Angriffskrieg hätte auch „schwerwiegende Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa und im indopazifischen Raum“, warnte Singh.
Update vom 28. Oktober, 21.39 Uhr: Russland hat ukrainischen Angaben zufolge am Montagabend das Zentrum der Metropole Charkiw mit Gleitbomben attackiert. Dabei sei es zu mehreren Explosionen gekommen. „In Charkiw sind Explosionen zu hören. Der Feind greift die Stadt mit gelenkten Bomben aus der Luft an. Seien Sie vorsichtig!“, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram. Bislang seien fünf Verletzte gemeldet worden.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Fotostrecke ansehenErfolg für Putin: Russland gelingt im Oktober großer Gebietsgewinn
Update vom 28. Oktober, 19.45 Uhr: Die russische Armee ist seit Anfang Oktober 478 Quadratkilometer auf ukrainisches Territorium vorgedrungen. Es handelt sich um den größten Gebietsgewinn binnen einem Monat seit den ersten Wochen nach Kriegsbeginn 2022, wie die Nachrichtenagentur AFP anhand von Daten des in den USA ansässigen Instituts für Kriegsstudien (ISW) ermittelte.
Zwei Drittel des russischen Gebietsgewinns im Oktober entfallen auf die Region Donezk, wo sich die Russen Pokrowsk vom Süden und vom Osten her nähern. Die ukrainische Armee ist an der Ostfront angesichts der zahlenmäßig überlegenen und besser bewaffneten russischen Soldaten in Schwierigkeiten. Zusammen mit der 2014 annektierten Krim und den Gebieten im Donbass, die bereits vor der russischen Offensive von den Separatisten kontrolliert wurden, kontrolliert Moskau derzeit etwa 18,2 Prozent des ukrainischen Territoriums.
Reaktion auf Nordkorea-Truppen – Südkorea will Kooperation mit der Ukraine
Update vom 28. Oktober, 18.23 Uhr: Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol möchte zusätzliche Kooperationen mit der Ukraine besprechen. Zu diesem Zweck soll noch diese Woche eine südkoreanische Delegation aus Vertretern des Geheimdienstes und des Verteidigungsministeriums die Ukraine besuchen, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete. Bei den geplanten Treffen soll es auch darum gehen, Informationen über nordkoreanische Soldaten in Russland auszutauschen und gemeinsame Gegenmaßnahmen auszuloten. Zuvor sagte Yoon in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass „die tatsächliche Entsendung nordkoreanischer Truppen an die Front in der Ukraine früher als erwartet erfolgen könnte“.
Pentagon schätzt Zahl der Nordkorea-Soldaten in der Ukraine auf circa 10.000
Update vom 28. Oktober, 17.20 Uhr: Nach Schätzungen des Pentagon soll sich etwa eine fünfstellige Anzahl nordkoreanischer Soldaten in Russland befinden. „Wir glauben, dass Nordkorea rund 10.000 Soldaten geschickt hat, damit sie im Osten Russlands trainieren“, teilte die stellvertretende Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Sabrina Singh, am Montag (28. Oktober) mit. Es sei davon auszugehen, dass die Truppen Russland „in der Nähe der Ukraine verstärken“.
Update vom 28. Oktober, 16.15 Uhr: Um der Ukraine eigene Panzer zur Verfügung zu stellen, will Kroatien Leopard-Panzer aus Deutschland beziehen. „Wir erwerben bis zu 50 Leopard-2-A8-Panzer“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den kroatischen Verteidigungsminister Ivan Anusic. Durch diesen Ringtausch könne Kroatien bis Ende des Jahres 30 M84-Kampfpanzer und 30 M80-Schützenpanzer in das durch Russland überfallene Land schicken.
Ukraine-News: Soldaten sprengen wohl wichtige Brücke in durch Russland besetzter Stadt
Update vom 28. Oktober, 15.45 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge eine Brücke in der von Russland besetzten Stadt Berdjansk gesprengt. Das berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. Wie eine Quelle des Militärgeheimdienstes mitgeteilt habe, soll durch die Zerstörung der Brücke die Eisenbahnverbindung zwischen Russland und Berdjansk lahmgelegt worden sein. Das hindere Moskau daran, Treibstoff, Waffen und Munition über diesen Weg zu transportieren.
Update vom 28. Oktober, 14.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Indien aufgefordert, mehr für einen Frieden im Ukraine-Krieg zu tun. Ministerpräsident Narendra Modi könne „das Ende des Kriegs beeinflussen“, sagte Selenskyj gegenüber der Zeitung The Times of India. „Solch ein Land kann nicht bloß sagen, dass wir Interesse an einem Ende des Kriegs haben.“
Nato-Generalsekretär bestätigt nordkoreanische Soldaten in Russland
Update vom 28. Oktober, 13.20 Uhr: Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Präsenz nordkoreanischer Truppen in Russland bestätigt. „Heute kann ich bestätigen, dass nordkoreanische Truppen nach Russland geschickt wurden und nordkoreanische Militäreinheiten in der Region Kursk stationiert wurden“, zitiert ihn Ukrainska Pravda bei einem Briefing. „Die Stationierung nordkoreanischer Truppen stellt erstens eine erhebliche Eskalation der anhaltenden Beteiligung Nordkoreas am illegalen Krieg Russlands dar. Zweitens ist sie ein weiterer Verstoß gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrates. Und drittens stellt sie eine gefährliche Ausweitung des russischen Krieges dar“, so Rutte weiter.
Die Nato fordere Russland und Nordkorea auf, die Stationierung der nordkoreanischen Truppen unverzüglich zu beenden. Das Vorgehen sei ein Sicherheitsrisiko für den indopazifischen, sowie euroatlantischen Raum.
Update vom 28. Oktober, 13.05 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sollen in den vergangenen 24 Stunden mindestens fünf Menschen getötet worden sein. Zudem wurden laut Angaben der regionalen Behörden etwa 38 Menschen verletzt, wie der Kyiv Independent berichtete. Unter den Verletzten sollen sich auch Kinder befinden.
Funkspruch aus Russland soll Stationierung von nordkoreanischen Truppen beweisen
Update vom 28. Oktober, 11.50 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst will einen Funkspruch abgefangen haben, der beweisen soll, dass sich nordkoreanische Truppen in Russland befänden. Aus dem abgehörten Gespräch zwischen zwei russischen Militärs gehe hervor, dass Tausende nordkoreanische Soldaten damit begonnen haben sollen, an der Frontlinie in West-Russland einzutreffen, berichtete Forbes.
Erstmeldung: Moskau – Dass Nordkorea Russland in seinem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine unterstützt, ist allenfalls noch ein offenes Geheimnis. Sogar nordkoreanische Soldaten sollen in Russland stationiert worden sein. Diktator Kim Jong-un gilt als enger Vertrauter des russischen Machthabers Wladimir Putin. Bilder vom Besuch des Kreml-Führers in Nordkorea vom vergangenen Juni zeugen zudem von einem freundschaftlichen Verhältnis.
Nun sollen erstmals Zahlen das Ausmaß der nordkoreanischen Unterstützung im Ukraine-Krieg zeigen. In einer Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung wurden Waffenlieferungen zwischen den Partnern analysiert. Das Ergebnis: Pjöngjang soll Moskau mit Rüstungsgütern im Wert von mehreren Milliarden Dollar unterstützt haben.
Bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar: Nordkoreas Russland-Hilfen im Ukraine-Krieg
In der Publikation „Putins Partner“ untersuchte Olena Guseinova von der Kankuk Universität für Fremdsprachen in Seoul geleakte Dokumente und Munitionspreise früherer Waffengeschäfte aus Nordkorea. Auf Grundlage eine Schätzung sei man so zu dem Ergebnis gekommen, dass Nordkorea seit Februar 2022 Waffen im Wert zwischen 1,7 und 5,5 Milliarden US-Dollar an Russland geliefert haben soll. Die Lieferungen sollen vor allem Artilleriegeschosse und Kurzstreckenraketen umfassen, wie der südkoreanische Geheimdienst berichtete.
Eine genaue Schätzung ist jedoch nicht möglich, da Nordkorea keine Daten zu seinen Waffenlieferungen veröffentlicht. Südkoreas Geheimdienst beruft sich bei Berichten über nordkoreanische Waffenlieferungen auf Satellitenfotos, die den Schiffsverkehr zwischen Russland und dem befreundeten Land überwachen.
Ukraine wird im Krieg im Donbass zurückgedrängt – Russland gewinnt Gebiete nahe Donezk
Währenddessen gehen die Kampfhandlungen an der Front im Ukraine-Krieg weiter. Dabei muss die Ukraine vor allem im Donbass Rückschläge hinnehmen. In dem Kohle- und Industrierevier hielten die Truppen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eigentlich seit Beginn des Krieges die Soldaten Russlands zurück. Nachdem in diesem Jahr jedoch bereits Awdijiwka und Wuhledar eingenommen wurden, konnte der russische Vorstoß bislang nicht zum Stehen gebracht werden, trotz hoher russischer Verluste.
Auch in anderen Gebieten im Osten der Ukraine setzen Putins Truppen den ukrainischen Soldaten zu. Der Generalstab der Ukraine berichtete alleine am Sonntag von etwa 142 Sturmangriffen der Invasionstruppen. Laut Angaben inoffizieller Frontbeobachter gelang Russland die Einnahme mehrerer kleiner Ortschaften im Bereich der Front.
Verluste für Russland im Ukraine-Krieg
Putin erkauft die Erfolge seiner Armee mit schweren Verlusten an Soldaten und Militärgerät. Wie der Generalstab der Ukraine mitteilte, sollen alleine in den vergangenen 24 Stunden 1680 russische Soldaten getötet oder verletzt worden sein. Damit sollen seit Beginn der Invasion 690.720 Soldaten von Putin gefallen sein.
Weiter habe die Armee acht russische Panzer, 51 Artilleriesysteme und 68 Drohnen zerstört. Russland hält seine offiziellen Verlustzahlen im Ukraine-Krieg geheim, weshalb die Angaben nicht unabhängig überprüft werden können.
Interaktive Karten zur Front im Ukraine-Krieg
Die Situation an der Front im Osten der Ukraine bleibt weiter unübersichtlich. An vielen Stellen liefern sich die Truppen erbitterte Kämpfe. An anderen kommt es zu Patt-Situationen. Unsere aktuellen Karten zum Frontverlauf im Ukraine-Krieg geben einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im Krieg Russlands gegen die Ukraine. (nhi/dpa)